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Zunehmend wirtschaftlich: Erneuerbare Energien auf dem Weg zur Netzparität

Montag, 17. Januar 2011 - Die zunehmende Wirtschaftlichkeit von Strom aus regenerativen Energien zeigt eine neue Studie des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE auf.

Vor allem bei Photovoltaikanlagen sinken demnach im Vergleich zu anderen Technologien die Kosten überdurchschnittlich stark, so dass PV-Strom bald mit dem Kostenniveau anderer Stromerzeuger konkurrieren kann. Die errechneten Zahlen für Strom aus erneuerbaren Quellen belegten die rasche Entwicklung hin zur Wettbewerbsfähigkeit im Vergleich zu Strom aus konventionellen Kraftwerken, so Prof. Eicke Weber, Leiter des Fraunhofer ISE.

Photovoltaik: Netzparität in bestimmten Regionen bereits heute gegeben

Die Studie analysiert die aktuellen Stromgestehungskosten (Kosten für die Umwandlung von einer Energieart in elektrischen Strom) von erneuerbaren Energietechnologien anhand technologiespezifischer Systemauslegungen und Anlagenpreise. Der betrachtete Zeitraum erstreckt sich über das dritte Quartal 2010. Zur Untersuchung der langfristigen Wettbewerbsfähigkeit bildet die Studie gleichzeitig die zukünftigen Stromgestehungskosten mittels Lernkurven und prognostiziertem Marktwachstum ab. Zudem erlaubt sie Rückschlüsse auf die Entwicklung zukünftiger regulatorischer Rahmenbedingungen sowie die Höhe von staatlichen Preisregulierungen für erneuerbare Energien wie beispielsweise Einspeisetarife.

Die Analyse der Preise für Strom aus erneuerbaren Energien beschränkt sich nicht auf Deutschland. Für Photovoltaikanlagen, solarthermische Kraftwerke und Windkraftanlagen werden unterschiedliche Standortbedingungen berücksichtigt.

An deutschen Standorten belaufen sich die Stromgestehungskosten von Photovoltaik-Kleinanlagen auf Kosten zwischen 0,30 €/kWh und 0,34 €/kWh. Für Photovoltaik-Freiflächenanlagen bei südeuropäischer Sonneneinstrahlung sinken sie bis auf 0,16 €/kWh, abhängig von der eingesetzten Technologie, den Modulen und der Größe der Anlage. Außerdem zeigen die Ergebnisse der Studie, dass an Standorten in Südspanien große Photovoltaikanlagen (PV-Parks) im langjährigen Vergleich gegenüber solarthermischen Kraftwerken bei den Stromgestehungskosten deutlich aufgeholt haben.

Die Analyse der Stromgestehungskosten ergab, dass bei der Photovoltaik die Parität (Gleichheit) von Endkundenstrompreis und Stromgestehungskosten, die so genannte Grid Parity, in Regionen mit sehr hoher Einstrahlung und hohem Endkundenstrompreis – wie z.B. Süditalien – heute bereits gegeben sein kann.

Fraunhofer-Studie: Entwicklung für Erneuerbare Energien äußerst positiv

Für Windkraftanlagen verdeutlicht die Studie, dass diese bei den Erzeugungskosten schon seit einigen Jahren mit dem Strommix aus konventionellen Kraftwerken, also Kohle- und Atomstrom, konkurrieren kann. Dabei haben Onshore-Anlagen deutliche Kostenvorsprünge gegenüber Offshore-Windparks aufgrund geringerer Kosten bei Installation, Netzanschluss und Betrieb.

Insgesamt zeigt die Studie des Fraunhofer ISE eine sehr positive Entwicklung für die erneuerbaren Energien. Dies geschieht auf der Grundlage von Marktentwicklungsprognosen und historisch realisierten Erfahrungskurven, die gleichmäßig verlaufende Kostensenkungen annehmen. Setzt man bei der Photovoltaik voraus, dass die in der Vergangenheit gezeigten hohen Lernkurven anhalten, dann sinken die Stromgestehungskosten zukünftiger PV-Anlagen im Vergleich zu solarthermischen Kraftwerken und zu Windkraftanlagen überproportional. So können bis 2030 Offshore-Windanlagen, in Deutschland installierte Photovoltaik-Kleinanlagen und in Spanien installierte solarthermische Kraftwerke ein Kostenniveau erreichen, das auch für konventionelle, fossile Kraftwerke prognostiziert wird.

In den vergangenen Jahren hat das reale Marktgeschehen Prof. Weber zufolge meist die Prognosen überholt. Dadurch konnte eine in dieser Geschwindigkeit für unmöglich gehaltene Preisdegression bei Photovoltaik, solarthermischen Kraftwerken und Windkraft beobachtet werden. Bei einer weiterhin dynamischen Marktentwicklung erwartet der Wissenschaftler, dass die Netzparität für Strom aus Photovoltaikanlagen auch in Deutschland bereits in zwei Jahren erreicht sein wird.

Die Studie des Fraunhofer ISE  können Sie hier einsehen.

Weitere Informationen zum Thema „Netzparität“ finden Sie hier.

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  1. [...] Eine weitere positive Nachricht in Sachen erneuerbarer Energie. Eben jene ist auf dem Weg zur Netzparität, wie eine neue Studie des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE zeigt. Bei einer weiterhin dynamischen Marktentwicklung wird erwartet, dass die Netzparität für Strom aus Photovoltaikanlagen hierzulande bereits in zwei Jahren erreicht sein wird. via econitor.de [...]