Ökologischer Gartenteich
Gartenteiche sind nicht nur Quell der Freude für ihre Besitzer, sondern auch für die tierischen Bewohner, die sich im Wasser und am Ufer ansiedeln. Damit der eigene Teich gleichzeitig ökologisch sinnvoll ist, sollten bei dessen Planung ein paar wichtige Tipps berücksichtigt werden.
Die Beete sind gejätet, die Laube ist innen frisch geputzt. So liegt man nach getaner Arbeit entspannt auf der Hollywood-Schaukel, schlürft seinen Kaffee und blickt auf die freien Rasenflächen im eigenen Garten. Weitere Gemüse- oder Blumenbeete möchte man nicht mehr anlegen, genug schattenspendende Bäume gibt es im Garten auch schon. Nicht selten taucht dann der Gedanke und eigentlich schon lang gehegte Wunsch wieder auf, einen eigenen Teich anzulegen. Einen Teich, umgeben von heimischen Pflanzen, einseitig begrenzt von einer Steinmauer und genutzt von Fröschen sowie allerhand Kleintierarten.
Hat man sich dafür entschieden, einen Gartenteich anzulegen, sind manche Vorüberlegungen sinnvoll. Als erstes: Wo soll der neue Teich stehen? Nicht zu nah am Gartenhäuschen oder am Haus, am besten auch nicht zwischen Laubbäumen, denn deren Laub kann den Teich im Herbst schnell verunreinigen. Wie groß soll der Teich überhaupt werden? Hier gilt nicht je größer, desto besser. Sicherlich würden wir alle gern ein imposantes Gewässer vor der eigenen Tür besitzen, aber hier handelt sich um einen Teich, keinen Badesee. Und ebenso wichtig: Aus welchem Material soll das Fundament bestehen: natürlicher Ton, Beton, Hartkunststoff oder doch Folie?
Erste Planungsschritte: Material und Maße
Folienteiche sind am weitesten verbreitet, da sie nicht nur kostengünstig, sondern zudem kinderleicht einzusetzen sind. Wichtig bei der Folienauswahl ist ein umweltfreundliches Material: Auf PVC-Folien, die verschiedene Weichmacher enthalten, sollte unbedingt verzichtet werden. Polyethylen- oder Kautschukfolien hingegen eignen sich sehr gut, um den Gartenboden zu schonen.
Egal, wie Ihre Entscheidung über das Baumaterial ausfällt, ob fertiges Teichbecken oder auszulegende Folie, bei allen Varianten muss man sich über die Maße des Teichs Gedanken machen. Soll der Teich rund, quadratisch oder vielförmig sein? Sie haben die freie Wahl. Nur die Zonen eines Teiches mit ihren verschiedenen Wassertiefen sollten Sie immer einhalten: Der Teich ist in der Mitte generell meist über 50 cm tief, damit Pflanzen wie Seerosen genug Platz haben, um zu gedeihen. Auf einer Seite des Teichs sollte eine rund 10 cm tiefe Sumpfzone eingeplant werden, in der Kleintiere und Frösche laichen können. Dafür ist es auch wichtig, dass der Teich tagsüber viel Sonne abbekommt und nicht von Bäumen umringt ist. Erst so kann eine üppige Tierwelt entstehen.
Der überwiegende Teil des Teichs sollte flach gehalten werden, so auch die Sumpf- und Uferzonen. Sind sie zu steil, können sie für Igel und andere Tiere gefährlich werden, da sie möglicherweise nicht mehr an Land klettern können. Legen Sie sanfte Übergänge zwischen den Zonen und zum Ufer hin an, bei zu großen Neigungen hält ansonsten die auf der Folie verteilte Erde nicht und rutscht in die Teichmitte ab.
Vielfältige Pflanzen- und Tierwelt
Die im Teich verwendete Pflanzenerde sollte sandig und besonders nährstoffarm sein, damit das Algenwachstum nicht noch zusätzlich beschleunigt wird. Im Teich und der unmittelbarer Nähe lassen sich ganz beliebig viele Pflanzen ansiedeln. Wasserhahnenfuß, Pfennigkraut und verschiedene Farne eignen sich für die Tiefzone. Am Ufer können Sie Schilf, Frauenmantel und Habichtskraut anpflanzen. Den Rest besorgt der Wind, der die Pollen von Gräsern und anderen Gewächsen herüber weht.
Auch wenn viele den Wunsch hegen, ihre Goldfische im Garteneich ihre Runden kreisen zu sehen, sollte man darauf lieber verzichten. Fische machen nicht nur das Teichwasser trüb, da sie stets am Teichgrund wühlen, sondern fressen auch Larven vieler anderer Kleintiere auf. Besser ist es, den Teich mit Wasser aus einem nahegelegenen Gewässer zu füllen – die Tierpopulationen kommen dann ganz von alleine.
Damit Schnecken, Frösche und Insekten sich im nassen Biotop gänzlich wohlfühlen fehlen nur noch die richtige Belüftung und Beleuchtung. Sie sollten sich wirklich fragen, ob ein Unterwasserstrahler oder eine Schwimmleuchte wirklich notwendig sind. Für Insekten sind Außenleuchten oftmals tödlich. Zum Thema Belüftung und den vielfältigen Varianten strombetriebener Gartenteichdurchlüftsanlagen erhalten Sie bestmögliche Beratung in Ihrem Baumarkt.
Kurz & knapp
Ökologisch sinnvoll sind Gartenteiche allemal. Sie sind natürliche Biotope mit heimischen Pflanzen- und Tierpopulationen.
Wichtig bei der Vorbereitung des Teichbaus sind für Umwelt und Geldbeutel gleichermaßen folgende Punkte: Baumaterial, Tiefe, Abdichtungsmaterial, Belüftung und Beleuchtung.
Weiterführende Links
Gardena Interaktiver Teichplaner

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