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VDE: Bessere Rahmenbedingungen für intelligentes Stromnetz schaffen

Freitag, 19. März 2010 - Nachdem die Industrie die Voraussetzungen für das Smart Grid geschaffen hat, sieht der Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V. die Politik in der Verantwortung.

Durch die intelligenten Stromzähler (Smart Meter) hat die Industrie laut VDE die technischen Voraussetzungen für den Aufbau einer intelligenten Energie-Infrastruktur bereitgestellt. Jetzt sei die Zeit für politische und rechtliche Rahmenbedingungen sowie umfangreiche Investitionen gekommen, damit der Markt notwendige Impulse erhalte.

In diesem Zusammenhang sprach sich der VDE für den Einsatz von Smart Metern sowie ein Smart Grid in Deutschland aus, denn hierdurch erhalte die Bundesrepublik eine Führungsposition, die sich positiv auf den Technologie-Export auswirken würde.

Smart Meter – Nutzen für den Verbraucher

Die Verbraucher profitieren von cleveren Zählern, denn durch das zeitnahe Ablesen wird ihr Energieverbrauch transparenter. So lässt sich nicht nur sehen, wie viel Strom wann verbraucht wird, sondern in einem zweiten Schritt auch Strom sparen und damit auch der Geldbeutel entlasten.

Aus Sicht des VDE hat der Verbraucher- und Datenschutz höchste Priorität: Die Endkunden müssten über Umstände und Nutzung ihrer Energiedaten informiert werden, und dies bereits bei der Vertragsgestaltung, bei der die Zustimmung über die Verwendung der Daten erfolgen muss.

Wozu überhaupt das Smart Grid?

Das Smart Grid als intelligentes, flexibles Stromnetz der Zukunft erlaubt die Einbindung von Strom aus schwankenden und dezentralen Erneuerbaren Energien. Hier sieht der VDE die gesetzlichen Regelungen als nicht ausreichend an, da sie die aktuellen technischen Entwicklungen und Erfordernisse nicht ausreichend berücksichtigten. So herrsche etwa rechtliche Unsicherheit darüber, ob die verfügbaren Smart Meter den Anforderungen der Bundesnetzagentur entsprächen.

Da bisher nur unzureichende Vorgaben der Funktionalitäten bestünden, investierten die Netzbetreiber lediglich minimal in die Entwicklung der intelligenten Stromzähler. Auch bezüglich technischer Standards sehen Experten noch Handlungsbedarf: Damit beispielsweise der Kunde den Versorger ohne Zählertausch wechseln könne, seien einheitliche Mess- und Kommunikationsstandards sowie ein “Anheben” des Wettbewerbs auf der Datenebene erforderlich.

Links:

Econitor Online-Magazin: Smart Meter – Verbraucherfreundliches Energiemanagement

Econitor Online-Magazin: Intelligentes Stromnetz für mehr Energieeffizienz