Hausautomatisierung – mehr Aufwand als Nutzen?

Hausautomatisierung - mehr Aufwand als Nutzen? Würde man die Kilometer messen, die pro Person noch einmal "zurück gegangen" wurden, käme man ohne Zweifel am Ende eines Lebens auf 30 bis 40 Kilometer. Bei Einem mehr, dem Anderen weniger. Wie oft sind Sie zurück gelaufen, um zu schauen, ob der Herd noch an ist oder das Licht im Badezimmer vielleicht noch brennt?

 

Hausautomatisierung bedeutet mehr Komfort

Eine systematische Hausautomatisierung kann einen großen Gewinn an Komfort bedeuten. Gemütlichkeit am Abend oder ein stressfreier Morgen, mit einer abgestimmten Haussteuerung und fehlerfreien Programmierung ist das Schlafzimmer am Abend gut temperiert, das Badezimmerlicht morgens auf die halbe Leuchtkraft gedimmt und der Fußboden warm. Doch nur in wenigen Haushalten gehört eine intelligente Haustechnik heute zum Standard, obwohl es neben Komfortgewinn auch mehr Energieeffizienz bedeuten kann.

Mit der Hausautomatisierung Energie sparen?

Hersteller werben für mehr Energieeffizienz im Haushalt durch intelligente Steuerungstechnik. In Bezug auf einzelne Elektrogeräte haben sie mit dieser Argumentation großen Erfolg. Verbraucher achten heute mehr auf die Energieeffizienz ihrer Haushaltsgeräte und der sparsame Energieverbrauch ist ein wichtiger Aspekt der Kaufentscheidung geworden.

Bequem die Elektronik im Haus zentral steuern

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Energieeffizienz erhöhen

Von einer systematischen Hausautomatisierung und einer intelligent gesteuerten Energieversorgung sehen viele Verbraucher noch ab. Mit einer automatisierten Steuerung, die Licht, Lüftung oder Elektrogeräte einschließt, kann mindestens 10% Energie gespart werden. Jeweils abhängig vom Stand der Technik im Haus oder der Wohnung und dem Umfang der Hausautomatisierung sind die Einsparpotenziale im Wohnhaus oder der Wohnung noch größer.

Einsparpotenziale erschließen

Mit einer Automatisierung einer Heizungsanlage kann zum Beispiel mindestens 5% der Heizenergie gespart werden. Ein höheres Einsparpotenzial wird erreicht, wenn nicht nur die Innenraumtemperatur um ein Grad reduziert wird, sondern regelmäßig nachts und in Abwesenheit weniger Wärme verheizt wird – vollautomatisch.

Via Fernschaltung könnten überflüssige Stromverbraucher im Haushalt vom Netz genommen werden. Idealbild eines vollautomatischen Haushalts ist das Schlüssel-Schlossprinzip: überflüssige Geräte, oder Multimedia im Standby-Modus würden heruntergefahren, sobald der Letzte die Tür abschließt. Die Wohnung oder das Wohnhaus fährt gleichsam in einen Energieeffizienz- und Energiesparmodus herunter, ohne dass der Bewohner noch einen Kontrollgang erledigen muss.

Was wäre mit der Hausautomatisierung heute möglich?

Eine systematische Hausautomatisierung angefangen bei den Rollläden, über die automatische Kippfensterschaltung, die automatisierte Heizungung, dem Backofentimer, der Kaffeemaschine oder der Zimmerbeleuchtung ist bereits seit vielen Jahren möglich. Doch ist es den Herstellern von Hard- und Software für die Hausautomatisierung bislang nicht gelungen, Verbrauchern die wesentlichen Vorteile dieser Steuerungstechnik nahezubringen – mehr Komfort und Energieeffizienz.

Das Eigenheim bequem im Urlaub überwachen

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Innovative Lösungen

Wer sich intensiver mit dieser intelligenten Technik beschäftigt, stellt schnell fest, wie vielfältig die Lösungen für ein Einfamilienhaus bereits sind.

Eine Hausautomatisierung kann das bequeme zentrale Abschalten von Stromverbrauchen nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip ermöglichen oder die hauseigene Heizungsanlage und Elektrogeräte über das eigene Mobiltelefon („Smartphone“) steuern. So ist die bequeme Fernschaltung und –steuerung eines Wohnhauses ein weiterer Vorteil der systematischen Hausautomatisierung.

Technisches Verständnis gefragt

Verschiedene Lösungen für die intelligente Haussteuerung verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz. Ein Sortiment aus Modulen oder Funkkomponenten schaltet automatisch und bietet die Kontrolle über Temperaturregelungen oder Zeitschaltungen für die Haushaltselektronik. Dabei spielt die Visualisierung der gesamten Haustechnik und der Energieversorgung eine große Rolle.

Surft der Verbraucher mit durchschnittlichem Technikverständnis durch die Fachportale zur Hausautomatisierung, ist doch etwas Überwindung nötig, sich mit der Fachsprache und der Hard- sowie Software auseinander zu setzen. Ein Hang zur Hobbyelektronik ist durchaus von Vorteil. Verbraucher, die bei der Programmierung eines DVD-Players im Notfall gern den Stecker ziehen, sollten bei der Konzeption und Installation der Hausautomatisierung einen Fachmann zu Rate ziehen.

Hausautomatisierung ist nahe Zukunft – heißt es seit über 10 Jahren

Vereinzelt gibt es heute bereits automatisierte Häuser, dies sind Pilotprojekte, Musterhäuser oder individuell gebastelte “Lösungen”. Entgegen der Prognose des Fraunhofer Magazins aus dem Jahr 2001 gibt es heute keine 20 Millionen Haushalte, die automatisiert und ferngesteuert funktionieren. Woran liegt das?

Mangelndes Interesse?

Viele Waschmaschinen haben Zeitschaltuhren, auch Kaffee- oder Geschirrspülmaschinen verfügen über diese Technik, doch wie viele Verbraucher benutzen diese auch? Und warum sind es nur wenige Verbraucher? Fehlt das Interesse daran oder das Verständnis? Oder anders gefragt: Sind wir zu bequem oder noch nicht bequem genug?

Hausautomatisierung für mehr Sicherheit und Komfort im Haushalt

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Meistens sind Extras so lange überflüssig, bis man sie verstanden hat. Das galt für die SMS, mobile Navigationsgeräte oder für Twitter. Theoretisch ist es möglich, über ein Smartphone die gesamte Multimedia, Innen- und Außenbeleuchtung, das Garagentor oder den Backofen zu steuern.

Die Frage ist, möchte der Verbraucher das auch? Die Installation ist zeitintensiv, oftmals teuer und viele Verbraucher kennen die zeitraubenden Kommunikationsschwierigkeiten zwischen Notebook und Drucker. Da ist die Skepsis gegenüber einem System, das den gesamten Haushalt steuern soll, relativ verständlich.

Erwartungen an die Hausautomatisierung

Was erwartet der Verbraucher also von einer Hausautomatisierung? In erster Linie mehr Komfort zu einem erschwinglichen Preis. Dieses „Extra“ sollte natürlich in der Stromrechnung keinen zusätzlichen Kostenfaktor bedeuten. Im Gegenteil, wenn mit der Hausautomatisierung Energie eingespart werden kann, erhöht sich gleichzeitig der Nutzen. Je geringer der Aufwand und je größer der Nutzen der Hausautomatisierung, desto attraktiver wird sie für den Verbraucher.

Kurz & Knapp

Der zeitliche und finanzielle Aufwand für eine umfassende Hausautomatisierung ist noch sehr hoch. Je nach Einzelkomponenten und Installationsaufwand kann eine vollständige Hausautomatisierung einen Aufwand von bis zu 30.000 Euro bedeuten.

Wenn das Verhältnis zwischen Aufwand (zeitlich und finanziell) und Nutzen (Sicherheit, Effizienz und Komfort) optimiert werden würde, wäre die Hausautomatisierung insbesondere im Hinblick auf Energieeffizienz und dem Smarthome ein großer Fortschritt.

Durch die Installation diverser Funksender kann es zu einem erhöhten „Elektrosmog“ in den Wohnräumen kommen.

Eine systematische Hausautomatisierung ist sehr anspruchsvoll, doch renommierte Unternehmen liefern bereits heute Lösungen oder arbeiten an preiswerten Alternativen.

Weiterführende Links

Das intelligente Wohnen

Hausautomatisierung der Gegenwart

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