Das Econitor Glossar: Kurze Erklärungen rund um Energieverbrauch und Erneuerbare Energien, Klimaschutz und Nachhaltigkeit

Quecksilber

Quecksilber (Hg) ist ein giftiges, umweltschädliches Schwermetall, das bereits bei Raumtemperatur verdunstet. Dabei wirken die eingeatmeten Dämpfe stark toxisch.

Jährlich gelangen über 2000 t Quecksilber aufgrund von natürlichen Quellen, aber vor allem durch den Menschen in die Atomsphäre: Bei der Verbrennung von Biomasse ebenso wie dem Einsatz im Rahmen der Gewinnung von Gold. Den Hauptanteil macht aber die Kohleverbrennung aus, denn obwohl pro verbranntes Kilogramm nur ein Bruchteil an Quecksilber entweicht, summiert sich dies bei Millionen Tonnen Kohle weltweit, die jährlich zur Energieerzeugung genutzt werden.

Während Quecksilber früher bekannt war aufgrund seiner Verwendung in Thermometern und Barometern, dürfte es dem heutigen Verbraucher wegen seiner Verwendung in Energiesparlampen ein Begriff sein. Hier ist es allerdings ungefährlich, da es während des Betriebs nicht austreten kann.

Fällt aber eine Lampe hin und zerbricht, müssen Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden: Der betreffende Raum ist zu belüften und die Lampenreste sorgfältig mit einer steifen Pappe auf einem Stück Papier zusammenzukehren oder mit Klebeband aufzunehmen. Anschließend die Stelle, an der die Lampe zerbrach, mit einem nassen Lappen reinigen, der dann mit den Lampenresten, der Pappe und  dem Klebeband in ein Schraubglas gesteckt wird. Dieses dann verschlossen zu einer kommunalen Entsorgungsstelle bringen.

Nie versuchen, die Reste mit dem Staubsauger zu beseitigen, da sich das Quecksilber dann erst richtig im Zimmer verteilt!