Der Name „Passivhaus“ leitet sich von der Tatsache ab, dass es passiv, also ohne aktives Heizsystem, warmgehalten wird. Genutzt werden dabei Energiequellen im Inneren des Hauses wie die einfallende Sonnenstrahlung, die Körperwärme der Bewohner und die Wärmeverluste der Elektrogeräte.
Ein weiterer Grund für den niedrigen Energieverbrauch ist das konsequente Vermeiden von Wärmeverlusten. Dies wird erreicht durch eine luftdichte Außenhülle, das Verhindern von Wärmebrücken, sowie eine optimale Dämmung und Wärmeverglasung. Um die Energieeffizienz zu steigern, verfügen Passivhäuser über große Fensterfronten nach Süden und wenig Fenster nach Norden und sind kompakt gebaut.
Sollte im Winter die Innentemperatur doch einmal zu wünschen übrig lassen, so kann die fehlende Wärme durch beliebige Heizsysteme zur Verfügung gestellt werden. Dadurch, dass jedoch kaum Wärme von innen nach außen entweicht, beläuft sich die Heizleistung auf höchstens 10 Watt / m² im Jahr. Somit wird für das Heizen einer 100 m² großen Wohnfläche lediglich 1 kWh benötigt, das entspricht der Leistung eines Bügeleisens, das eine Stunde läuft.
Der einzige Haken am Passivhaus ist momentan noch der relativ hohe Preis. Aber entsprechende staatliche Förderungen von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und die Aussicht auf extrem niedrige Heizkosten führen dazu, dass sich immer mehr Bundesbürger für diese Neubau-Variante entscheiden.
Es gibt noch effizientere Häuser als das Passivhaus. Mehr Informationen hierzu finden Sie im Artikel „Das Energiesparhaus“.

Was genau ist eigentlich ein Blockheizkraftwerk? 









