Ineffiziente bzw. veraltete Kühl- und Gefriergeräte sind Stromfresser, die durch ihren hohen Energieverbrauch die Stromkosten in die Höhe treiben und bis zu mehrere Hundert Kilogramm CO2 pro Jahr und Gerät verursachen können.
Aber nicht nur die Geräte selbst sind für eine hohe Stromrechnung verantwortlich, sondern auch ineffiziente Verhaltensweisen im Alltag.
Der richtige Umgang mit Kühl- und Gefriergeräten
Gerade in Mehrpersonen-Haushalten geht viel Energie durch das häufige Öffnen der Kühlschranktür verloren. Aber auch Gefriertruhen oder Gefrierschränke werden unnötig oft geöffnet. Achten Sie darauf, Ihre Geräte lediglich kurz und nicht zu oft aufzumachen.
Abhilfe schaffen hier zum Beispiel eine festgelegte Ordnung für Lebensmittel im Kühlschrank („Käse oben rechts, Butter in der Mitte…“) sowie das Beschriften und Ordnen von Gefriergut. So sparen Sie nicht nur Energie, sondern auch Zeit und Nerven beim Suchen!
Vermeiden Sie einen zu vollen Kühlschrank. Sonst kann die Luft nicht mehr gut zirkulieren und die Lebensmittel können nicht mehr optimal gekühlt werden. Hier kann ebenfalls ein Lebensmittel-System helfen, das durch Ordnung Platz spart.
Auch ein spärlich gefüllter Kühlschrank ist alles andere als ideal, denn so verbrauchen Sie unnötig Strom und Geld. In diesem Fall sollten Sie sich ein kleineres, sparsameres Modell zulegen. Das gilt natürlich ebenfalls für Kühltruhen und Gefrierschränke.
Was beim Kühlen bzw. Auftauen zu beachten ist
Lassen Sie warme Speisen abkühlen, bevor Sie sie in den Kühlschrank stellen. Umgekehrt gilt: Gekühlte Lebensmittel wie Milch oder Käse nur kurz herausnehmen, so dass sie sich nicht erwärmen bzw. schneller verderben.
Gefrorenes sollte am besten im Kühlschrank aufgetaut werden. Denn die dabei frei werdende Kälte sorgt für die Kühlung der anderen Lebensmittel.
Achten Sie darauf, regelmäßig das Eis Ihrer Gefriertruhe oder Ihres Gefrierschrankes zu entfernen. Ab einer Eisschicht von einem Zentimeter lohnt sich dies bereits. Regelmäßiges Auftauen hilft Strom zu sparen und die Kühlleistung des Gerätes aufrecht zu erhalten.
Bei längerer Abwesenheit empfiehlt es sich, die Kühl- und Gefriergeräte abzutauen. Anschließend beugt eine offene Gerätetür der Schimmelbildung vor.
Welche Faktoren die Energieeffizienz noch erhöhen
Auch der Standort wirkt sich entscheidend auf die Energie- und Umweltbilanz eines Kühl- oder Gefriergeräts aus: Je kühler, desto mehr Strom kann gespart werden. Das Gerät sollte also an einem schattigen Platz stehen, und keine „aufheizenden“ Elektrogeräte wie Backofen oder Heizung als unmittelbare Nachbarn haben.
Jedes Kühl- und Gefriergerät ist einer Klimaklasse zugeordnet (siehe Typenschild). Die Umgebungstemperatur von Geräten der Klasse N sollte mindestens 16 °C, die der Klasse SN mindestens 10 °C betragen.
Lassen Sie die Rückwand und Lüftungsschlitze der jeweiligen Geräte frei, damit die Abwärme besser entweichen kann. So vermeiden Sie, dass unnötig heruntergekühlt werden muss. Aus demselben Grund sollte übrigens zwischen Wand und Gerät ausreichend Platz vorhanden sein.
Was die Temperatur betrifft, so reichen beim Kühlschrank +7°C, und für Gefriertruhen und -schränke sind -18°C optimal. Falls Ihr Kühl- oder Gefriergerät nicht über ein eingebautes Thermometer verfügt, können Sie mit einem speziellen Kühl- oder Gefrierschrankthermometer die Temperatur genau verfolgen, und Ihr Gerät optimal einstellen.
Bei verschmutzten, vereisten oder kaputten Türdichtungen schnell die Initiative ergreifen und putzen, abtauen oder die Dichtung ersetzen! Ansonsten gehen viel Energie und Kosten einfach „flöten“.
Was Sie beim Kauf eines Gefrier- oder Kühlgerätes beachten sollten
Das wichtigste Kriterium beim Kauf eines neuen Gerätes sollte seine Energieeffizienzklasse sein. Hier ist Vorsicht geboten, denn ein Gerät der Effizienzklasse A ist heutzutage nicht die umweltfreundlichste und kostengünstige Lösung. Wirklich Strom- und Kostensparendes ist in der Klasse A++ zu finden.
Kaufen Sie nur dann ein großvolumiges Gerät, wenn Sie es wirklich brauchen, für ein paar Partys oder Familienfeiern im Jahr lohnt sich eine solche Anschaffung nicht. Denn je 100 Liter Nutzinhalt verbraucht ein Kühlschrank rund 10 Prozent mehr Energie, bei einem Gefrierschrank summiert sich der Mehrbedarf auf 20 bis 30 Prozent.
Grundsätzlich empfiehlt es sich, eine Gefriertruhe einem Gefrierschrank vorzuziehen, denn bei gleichem Inhalt verbraucht die Truhe gut 10 Prozent weniger Energie.
Ihr Kühlschrank oder Gefriergerät ist mehr als zehn Jahre alt? Dann macht es Sinn, sich einen neuen / ein neues zuzulegen. Denn trotz der Energie und der Ressourcen, die für Herstellung und Entsorgung benötigt werden, sparen Sie auf jeden Fall Geld, Energie und CO2. Die Differenz kann bis zu mehrere Hundert Euro im Jahr betragen – damit haben Sie das Geld für ein neues Gerät wieder schnell raus.
Alte Geräte richtig entsorgen – der Umwelt zuliebe
Entsorgen Sie alte Kühl- und Gefriergeräte immer fachgerecht, damit weder Dämmmaterialien noch Kühlflüssigkeit in die Umwelt gelangen. Erkundigen Sie sich bei Ihrem lokalen Abfallwirtschaftsbetrieb nach dem nächsten Recyclinghof bzw. nach der Möglichkeit, gebrauchte Geräte bequem und kostenlos zu Hause abholen zu lassen.
Hier finden Sie eine Liste der energieeffizientesten Kühl- und Gefriergeräte.











