Frankreich soll grüner werden: Der Anteil an Erneuerbaren Energien bei der Energie-erzeugung (aktuell rund zehn Prozent) soll bis 2012 um 50 und bis 2020 sogar um 120 Prozent erhöht werden. Damit soll in zehn Jahren ein Energie-Anteil aus regenerativen Quellen von 23 Prozent erreicht werden.
Die Umsetzung dieses Plans erfolgt durch ein mehrjähriges Investitionsprogramm, das die Entwicklung der Photovoltaikenergie, die Kraftwärmekopplung aus Biomasse, die Onshore- und Offshore-Windenergie sowie den Ausbau anderer Meeresenergien betrifft.
Bis 2015 plant Frankreich, über die Hälfte seiner Kohlekraftwerke stillzulegen, und sie durch zwar weniger umweltschädliche, aber dennoch nicht umweltfreundliche Gaskraftwerke zu ersetzen. Der Bau von neuen Kohlekraftwerken soll nur genehmigt werden, wenn die umstrittene Abscheidung und Speicherung von CO2, die sogenannte CSS-Technologie (Carbon Capture and Storage), gesichert ist.
Weitere Maßnahmen zur Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen sind der Anschluss von Gebäuden an das Fernwärmenetz, die Installation von Wärmepumpen und die Ausstattung von Millionen Wohnungen mit solaren Warmwasserbereitungsanlagen.
Die Klimasteuer soll doch noch kommen
Zudem will die französische Regierung weiterhin versuchen, ihre umstrittene Klimasteuer einzuführen. Nachdem sie Ende Dezember vom französischen Verfassungsrat abgelehnt worden war, soll bis April / Mai ein neuer Gesetzesentwurf vorliegen.
Die Klimasteuer war in die Kritik geraten, weil durch höhere Steuern auf Benzin und Heizöl die Klimabilanz der privaten Haushalte steigern sollte. Gerade energieintensive und umweltschädliche Industriezweige, die zu einem großen Teil für Frankreichs Emissionen verantwortlich sind, sollten jedoch von vornherein von Abgaben verschont werden. Nun wird unter anderem eine Besteuerung der Stahl- und Zementwirtschaft sowie der Raffinieren diskutiert.
Weiterführender Link:
Die Abteilung für Wissenschaft und Technologie der französischen Botschaft in Berlin

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