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Erneuerbare Energien werden immer besser und billiger

Freitag, 09. Juli 2010 - In den vergangenen Jahren gab es bei fast allen Erneuerbaren große technische Fortschritte und drastische Kostensenkungen.

Laut der Agentur Erneuerbaren Energien wurden bei nahezu allen Technologien von der Photovoltaik über Biogas- und Windenergieanlagen bis zu Holzpelletheizungen in den vergangenen Jahren erhebliche technische Fortschritte und drastische Kostensenkungen realisiert. Hierzu leisteten das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) im Strombereich und das Marktanreizprogramm im Wärmesektor entscheidende Impulse.

“Die Erneuerbaren Energien haben seit ihrer Markteinführung nicht nur quantitativ eine stürmische Entwicklung erlebt, sondern auch aus technologischer Sicht Fortschritte erzielt, die noch vor zehn Jahren kaum absehbar waren“, bilanziert Jörg Mayer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien. Auslöser dieser erfolgreichen Entwicklung seien planbare, günstige Rahmenbedingungen wie das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) oder die Zuschüsse für regenerative Heizanlagen aus dem Marktanreizprogramm (MAP).

Eine langfristig angelegte Förderpolitik habe die Technologien aus den Nischenmärkten herausgeholt und in Massenmärkte gebracht. Dadurch seien beeindruckende technische Lernkurven und Kostensenkungen möglich geworden, die durch reine Forschungsförderung kaum hätten erreicht werden können. Mayer verweist dabei auf eine neue faktenreiche Analyse zur „Innovationsentwicklung der Erneuerbaren Energien“, die von der Agentur für Erneuerbare Energien veröffentlicht wurde.

Die Analyse: Fortschritte bei den Erneuerbaren Energien im Einzelnen

Die mittlere Anlagenleistung hat sich bei der Windenergie binnen 20 Jahren mehr als verzwölffacht – von knapp 165 Kilowatt im Jahr 1990 auf gut 2.000 kW im Jahr 2009. Zugleich sank der Preis pro erzeugter Kilowattstunde um mehr als die Hälfte. Moderne Windkraftanlagen sind zudem in der Lage, wichtige Systemdienstleistungen für die Spannungs- und Frequenzhaltung im Stromnetz zu erbringen. Auch diese Innovation wurde vor allem durch einen Bonus im EEG in Gang gesetzt.

Die Photovoltaik kann ebenfalls mit deutlichen Preisrückgängen glänzen: Im Jahr 1990 lagen die Systemkosten für Photovoltaik noch bei 14.000 Euro pro Kilowatt, Ende 2009 wurden nur noch gut 3.000 Euro für die gleiche Leistung bezahlt. Die Wirkungsgrade der Solarzellen verbessern sich zugleich kontinuierlich, der Energieverbrauch für die Herstellung der Module sinkt. Heute liegt die energetische Amortisationszeit einer durchschnittlichen Dachanlage samt aller Systemkomponenten bei ca. 3,5 Jahren. Auch die Photovoltaik ist mittlerweile technisch in der Lage, zur Spannungsstabilisierung im Netz beizutragen.

Ähnlich dynamisch verläuft die Entwicklung in anderen Bereichen der Erneuerbaren Energien, wie Solarthermie, Biogas und feste Biomasse. Es wird aber auch deutlich, dass in allen Technologien noch Kostensenkungs- und Entwicklungspotenzial besteht, wodurch der spezifische Förderbedarf weiter gesenkt werden kann. So ist etwa bei Offshore-Windkraftanlagen das Problem der Korrosion zu lösen. Für die Photovoltaik bleiben angesichts stark sinkender Fördersätze höhere Wirkungsgrade und geringere Produktionskosten eine ständige Herausforderung.

Die Analyse zur „Innovationsentwicklung der Erneuerbaren Energien“ finden Sie hier.