Der von der Gemeinsamen Forschungsstelle der EU-Kommission veröffentlichte Bericht „Renewable Energy Snapshots 2010“ (“Momentaufnahmen zu den erneuerbaren Energien”) zeigt, dass die Erneuerbaren Energien in der EU27 weiter an Bedeutung gewinnen: So stieg der Anteil der regenerativen Energien an den neu installierten Stromerzeugungskapazitäten zwischen 2008 und 2009 von 57 auf 62 Prozent. Den größten Anteil an der neu installierten Energiegesamtleistung aus erneuerbaren Quellen hatte dabei die Windenergie mit 38 Prozent.
Insgesamt wurden 2009 19,9 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs in der EU durch Erneuerbare gedeckt. Hierbei spielte die Wasserkraft eine tragende Rolle: Auf sie entfielen 11,6 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs, gefolgt von Windkraft (4,2 Prozent), Biomasse (3,5 Prozent) und Solarenergie (0,4 Prozent).
Erneuerbare Energien 2010 in Europa
Auch bei den in diesem Jahr bereits neu installierten Kapazitäten war die Windenergie mit 35 Prozent erneut führend. 21 Prozent entfielen auf Photovoltaikanlagen, 1,4 Prozent auf Wasserkraftwerke, 1 Prozent auf Biomasse und 0,4 Prozent auf konzentrierte Solarenergie (Solarthermische Kraftwerke).
Bei der Installation konventioneller Kapazitäten zur Energieerzeugung sahen die Zahlen folgendermaßen aus: Erdgaskraftwerke 24 Prozent, Kohlekraftwerke 8,7 Prozent, Öl 2,1 Prozent, Abfallverbrennungsanlagen und Kernenergie jeweils 1,6 Prozent.
Ausblick
Dem „Renewable Energy Snapshots 2010“-Bericht zufolge könnten bei Beibehaltung der aktuellen Wachstumsraten bis 2020 ca. 35-40 Prozent des gesamten Energieverbrauchs in der EU aus erneuerbaren Energien gedeckt werden.
Bis dahin gebe es allerdings noch einige Probleme zu lösen: Hier seien vor allem die Gewährleistung eines gerechten Netzzugangs, die umfassende staatliche Förderung für Forschung und Entwicklung sowie der Ausbau des Stromnetzes zu einem Smart Grid zu nennen.

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