Die Organisatoren waren begeistert: Vom AKW Krümmel in Schleswig-Holstein quer durch Hamburg bis zum AKW Brunsbüttel demonstrierten zehntausende Atomkraftgegner gegen den Weiterbetrieb der Atomkraftwerke. Wenn die Bundesregierung in der Atompolitik nicht einlenke, werde dies eine bundesweite Kettenreaktion des Protests und des Widerstands auslösen. Die Pannenmeiler Krümmel und Brunsbüttel müssten endgültig stillgelegt werden, und auch Betrieb der anderen Atomkraftwerke sei nicht länger zu verantworten.
Die Veranstalter, ein breites Bündnis von Umweltverbänden, Bürgerinitiativen, Erneuerbare-Energien-Verbänden, kirchlichen Organisationen, Jugendverbänden, Gewerkschaften und Parteien, hoben das Engagement der vielen hunderten ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer hervor und zeigten sich erfreut über die Tatsache, dass aus ganz Deutschland und allen gesellschaftlichen Milieus Protestler angereist waren.
Der Anti-Atom-Protest: Wie geht es weiter?
Innerhalb der nächsten Monate soll es bundesweit weitere Aktionen für den Ausstieg aus der Atomkraft geben, unter anderem eine weitere bundesweite Großaktion am 2. Oktober. Die Anti-Atom-Organisation “ausgestrahlt” versprach, sich aktiv in die Debatte um ein neues Energiekonzept einzumischen und den Druck gegen die rückwärtsgewandte Energiepolitik zu erhöhen. Sollte die Bundesregierung an ihrem bisherigen Atom-Kurs festhalten, werde die neue Protest-Bewegung weiter zulegen.
Eine Laufzeitverlängerung für alte Atom-Meiler sei für die Energieversorger profitabel, aber für den Ausbau der Erneuerbaren Energien fatal, da dieser durch den Weiterbetrieb der Atomkraftwerke behindert werde. Für die Bevölkerung bedeute dies immer neue Gefahren durch den Betrieb der Altmeiler, noch mehr Atommüll, noch mehr Atomtransporte und weitere Risiken wie im Fall des von einlaufendem Wasser bedrohten Atommülllagers Asse.
Auch in anderen Bundesländern wurde demonstriert
Am Atommüllzwischenlager in Ahaus in Nordrhein-Westfalen gingen 6.000 Menschen auf die Straße, 20.000 bildeten im südhessischen Biblis eine Menschenkette um das Atomkraftwerk. Angesichts der insgesamt 146.000 Demonstranten sprach das Kampagnen-Netzwerk Campact von einem historischen Tag für die Anti-Atom-Bewegung.
Link:
Fotos von der Menschenkette finden Sie hier.

Atom – Stephanie Cooke 










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