Die Econitor Kurzmeldungen: Aktuelles rund um Energieeffizienz im Haushalt, erneuerbare Energien, Umweltschutz und Nachhaltigkeit.

Neue Studie zu Elektromobilität in Megastädten

Mittwoch, 01. September 2010 - Elektromobilität durch steigende Zahl großer Ballungszentren immer attraktiver – Hoher Preis allerdings noch entscheidende Hürde

Die Unternehmensberatung Frost & Sullivan hat in einer aktuellen Studie die weltweiten Marktperspektiven für Elektroautos im Nahverkehr, Stadtbereich sowie Modelle mit erhöhter Reichweite und Hochleistungselektroautos untersucht.

Hersteller und Händler von Elektrofahrzeugen werden demnach mit dem verstärkten Trend zu Desurbanisierung und der Polarisierung von Fahrzeuggrößen im Hinblick auf zukünftige Einsatzbereiche zufrieden sein. Bis zum Jahr 2020 wird das Entstehen von riesigen städtischen Ballungszentren, sogenannten Megastädten, in den Schwellenländern die Mobilität von Personen beeinflussen und die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen ankurbeln.

Wohnen und arbeiten in Megastädten macht Elektromobilität attraktiv

Laut Frost & Sullivan werden die meisten Büros, die es zukünftig in den inneren Randbezirken und den Stadtzentren geben wird, in der Nähe von Einkaufsmöglichkeiten zur Nahversorgung und Wohngebieten für Ein- bzw. Zwei-Personen-Haushalte ohne Kinder liegen. Dies schaffe günstige Voraussetzungen für den Einsatz von Elektrofahrzeugen.

Wachsende Bedenken im Hinblick auf Treibhausgase und die Verknappung der fossilen Brennstoffquellen unterstützten zusätzlich den Trend zu Elektroautos. Autohersteller arbeiteten zurzeit an Geschäftsmodellen, um Auto und Energie unter einem Dach anzubieten, wodurch eine Fülle an Möglichkeiten für Energieversorger, Lieferanten und Finanzierungsunternehmen eröffnet werde.

Was wird getan, um die Verbraucher von Elektrofahrzeugen zu überzeugen?

Um das Interesse von Konsumenten für die Early-Adopter-Phase zu wecken, bauen Hersteller der Unternehmensberatung zufolge schnittige und sportliche Elektrofahrzeuge. Dabei seien Reichweiten von über 160 Kilometern sowie die Verbesserung der Kapazität und der Sicherheit bei den Akkus die Hauptpunkte, auf die sich die Hersteller der Fahrzeuge konzentrierten. Ein Elektroauto der Startphase werde zunächst jedoch aller Voraussicht nach für die Mehrheit der Verbraucher unerschwinglich sein.

Um diese Preishürde zu überwinden, haben verschiedene staatliche und lokale Regierungen inzwischen eine Reihe von gesetzlichen Vorschriften, Zuschüssen und Steuerermäßigungen erlassen, die den Herstellern dazu verhelfen, ihre Fahrzeuge zu erschwinglichen Preisen auf den Markt zu bringen.

Mit dem Aufkommen von Lithium-Ionen-Akkus und innovativen Finanzierungsmodellen sei die Automobil-Branche startklar für ein revolutionäres Geschäftsszenario. Erstausrüstern bliebe im Grunde nichts anderes übrig als aufzuspringen und sich mit dem Thema Energiekrise auseinanderzusetzen. Der Zusammenschluss von Erstausrüstern, Akku-Herstellern und Energieversorgungsunternehmen sowie deren enge Zusammenarbeit untereinander würden die Einführung von Elektrofahrzeugen beschleunigen. Die Marktteilnehmer könnten indes auch mit Umweltvertretern zusammenarbeiten, um weitere Vorteile zu gewinnen.

Die Studie zur Elektromobilität können Sie hier einsehen.