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EU: Einheitliche Ladegeräte für Elektrofahrzeuge entwickeln

Mittwoch, 30. Juni 2010 - Neuen Normen sollen Verbrauchern EU-weit sicheres und einfaches Aufladen ermöglichen.

Drei europäische Normungsorganisationen werden ein gemeinsames Ladesystem für Autos, Roller und Fahrräder mit Elektroantrieb entwickeln. Antonio Tajani, Vizepräsident der Europäischen Kommission, übermittelt den Zuständigen heute den Kommissionsauftrag zur Entwicklung der einschlägigen Normen.

Durch sie wird ein sicheres und einfaches Aufladen aller Arten von Elektrofahrzeugen und ihrer Batterien in allen EU-Mitgliedsstaaten sichergestellt. Dank dieses Auftrages wird durch europaweit einheitliche Normung von Steckern und Anschlüssen eine marken- und länderübergreifende europäische Lösung zur Verfügung stehen. Die Kommission geht davon aus, dass die Norm bis Mitte 2011 fertig sein wird.

Tajani erklärte, dass Elektroautos kein abstraktes Konzept mehr seien, vielmehr würden sie in naher Zukunft auf den europäischen Straßen fahren. Um ihnen den Weg zum wirtschaftlichen Erfolg zu ebnen, müsse eine Zersplitterung des europäischen Marktes durch inkompatible Systeme verhindert werden. Ein gemeinsamer Ansatz sei daher sowohl für die europäischen Verbraucher als auch für die Herstellerfirmen wichtig. Durch ihn könne die EU in diesem Sektor eine weltweit führende Position einnehmen.

Sicheres und intelligentes Laden von Elektrofahrzeugen

In dieser Strategie kommt dem nun erteilten Auftrag der Kommission an die Normungsgremien CENELEC (Europäisches Komitee für elektrotechnische Normung), CEN (Europäisches Komitee für Normung) und ETSI (Europäische Institut für Telekommunikationsnormen) zur Entwicklung einer gemeinsamen europäischen Lösung für die Aufladung von Elektrofahrzeugen entscheidende Bedeutung zu. Mit dem Normungsauftrag soll sichergestellt werden, dass Elektrofahrzeuge von ihren Fahrern sicher aufgeladen werden können. Zudem wird so gewährleistet, dass Ladegeräte für Elektrofahrzeuge (und ihre ausbaubaren Batterien) mit den Ladestationen und allen Arten von Elektrofahrzeugen kompatibel sind, so dass die Nutzer ihre Elektrofahrzeuge überall in der EU mit demselben Ladegerät aufladen können.

Die Normungsorganisationen haben im Rahmen ihres Auftrages die Fragen im Zusammenhang mit dem sogenannten intelligenten Laden zu berücksichtigen. Durch intelligentes Laden können die Nutzer ihre Fahrzeuge während der Nebenzeiten aufladen, um einen möglichst niedrigen Preis und eine möglichst effiziente Energienutzung zu erzielen.

Die laufenden Aktivitäten in internationalen Normungsorganisationen fließen in die Erstellung der europäischen Norm ein. Die Europäische Kommission wird eigenen Angaben zufolge weiterhin eng mit den Normungsorganisationen und der Industrie zusammenarbeiten, um die fristgerechte Entwicklung der Norm zu gewährleisten.