Der CO2-Ausstoß von Pkw auf Kurzstrecken birgt große Einsparpotentiale: 50 Prozent aller Fahrten sind Kurzstrecken unter 6 Kilometer. Wie sehr das Autofahren in den Köpfen verankert ist, zeigen zum Beispiel Autoforen im Internet, in denen darüber diskutiert wird, wie schädlich eine Kurzstrecke, meist der drei bis fünf Kilometer lange Weg zur Arbeit, ist. Wohlgemerkt: Nicht für die Umwelt, sondern für das Auto!
Umdenken lohnt sich bei 47 Millionen deutschen Pkw
Gerade auf Kurzstrecken stellen sich schnell Erfolge ein, wenn das Auto stehen gelassen wird: Neben dem Schutz der Umwelt kommt noch die Treibstoffersparnis hinzu. Diese fällt deutlich ins Gewicht, denn ein kalter Motor verbraucht auf dem ersten Kilometer ganze drei Liter Sprit!
Zusätzlich wird ein Ziel auf kurzen Wegen mit dem Fahrrad oder Teilen des ÖPNV schneller erreicht als auf der Straße. Zudem spart diese Art der Fortbewegung Stress durch Stau, rote Ampeln und die nervige Parkplatzsuche.
Was der Umstieg auf Alternativen bewirken kann
Die durchschnittlichen CO2-Emissionen europäischer Autos betragen rund 150 g CO2 pro Kilometer. Wenn nur 10 Prozent aller deutschen Autobesitzer pro Jahr 100 Kilometer Fahrweg durch Fuß- oder Radwege ersetzen würden, ließen sich schon 10,3 Millionen Tonnen CO2 vermeiden. Grundsätzlich macht der Verkehr zwanzig Prozent aller Treibhausgas-Emissionen aus!
Natürlich sollten Sie allgemein im Alltag darauf achten, Ihren ökologischen Fußabdruck so gering wie möglich zu halten. Bei Ihrer persönlichen CO2-Bilanz fällt allerdings mehr ins Gewicht, mit welchem Verkehrsmittel Sie Ihre Einkäufe tätigen, als woher die Äpfel stammen, die Sie gekauft haben.
Sie sollten weiter beachten, dass durch den Verzicht aufs Auto nicht allein CO2 gespart wird, sondern auch weitere „Kollateralschänden“ der Pkw-Nutzung entfallen, wie Feinstaub, Lärm und Unfälle.
Tipps für Ihren Alltag: Das können Sie konkret tun
Hinterfragen Sie Ihre Gewohnheiten. Natürlich ist es sehr bequem, vor allem bei schlechtem Wetter, mal eben ins Auto zu steigen. Aber ist das wirklich nötig? Auch wenn Fußwege gefolgt vom Radfahren eine unschlagbare Klimabilanz aufweisen, ist es immer noch besser, den ÖPNV zu nutzen, als seinen Pkw zu starten.
Der Weg zum Supermarkt ist zu weit, als dass Sie von dort aus ohne Fahrrad alle Einkäufe nach Hause schaffen könnten? Dann legen Sie doch wenigstens die Strecke zum Supermarkt hin zu Fuß zurück.
Mit dem Umstieg aufs Rad bzw. ihre eigenen Beine sparen Sie nicht nur Geld, sondern tun auch etwas für Ihre Gesundheit. Und natürlich auch für die Ihrer Mitmenschen.
Sollten Sie in einem Gebiet in Deutschland wohnen, wo der Nahverkehr kaum oder nicht gut genug ausgebaut ist, fragen Sie einfach mal bei der Verwaltung sowie den regionalen Verkehrsbetrieben nach.
Wenn´s doch mal nötig ist – Carsharing
Falls Sie als “autofreier” Mensch doch einmal dringend ein Auto brauchen, um das neu gekaufte Regal nach Hause zu transportieren, empfiehlt sich Carsharing als Alternative zur Anschaffung eines Pkw, der nur ein paar Mal im Jahr für solche Anlässe gebraucht wird und ansonsten nur für Kurzstrecken zum Einsatz kommt.
Ein Carsharing-Auto ersetzt vier bis zehn Pkw und führt zu einem bewussteren Umgang mit dem Prinzip Mobilität. Carsharing-Stationen existieren in über 260 Städten und Gemeinden. Momentan gibt es deutschlandweit 100.000 Carsharing-Nutzer, wobei Studien von einem Carsharing-Potential von 1,5 Millionen Nutzern ausgehen.
Weitere Informationen:

Lassen Sie Ihr Auto auf Kurzstrecken stehen 









