Grüne Logistik

Grüne Logistik Transportdienstleister und Logistikunternehmer stehen vor einer Herausforderung. Nach dem persönlichen CO2-Fußabdruck eines Einzelnen, versuchen nun mehr Unternehmen ihre Kohlendioxid-Bilanz zu verbessern und beachten Umweltaspekte bereits in der Planung von Produktions- und Transportsystemen.

 

Logistik will nachhaltig wirtschaften

Der Logistiksektor trägt mit einem Anteil von 14 Prozent zu den weltweit verursachten CO2-Emissionen bei. Regelmäßiges Carbon Accounting und entsprechende Ausgleichszahlungen für Klima- und Umweltbelastungen werden sowohl von Klimaschützern als auch Logistikunternehmern diskutiert oder bereits realisiert. Eine Verbesserung der CO2- Bilanz ist jedoch nur ein Aspekt der Grünen Logistik.

Kostenfaktor CO2

Die Logistikbranche wird in naher Zukunft ein CO2-Monitoring einführen müssen, um Vergleichswerte für den Kohlendioxidausstoß zu generieren. Kundenanfragen oder Imageaufwertungen, zwingen Transportdienstleister, ihre CO2 - Emissionen zu erfassen und dauerhaft zu senken.

Kostenfaktor Energie

Kostenfaktor Energie

Als Kostenfaktor rückt CO2 nun in den Fokus des Managements und Ökomanagements im Transport- und Logistiksektor. Als Reaktion auf Kundenanfragen werden CO2-Reportings formuliert, denen es jedoch noch an Vergleichswerten fehlt.

Bisher steht ein geeignetes CO2-Reporting aus, das problemlos in Transportmanagementsysteme integriert werden kann und unternehmensübergreifend Vergleiche zulässt.

Mit Fahrtraining Sprit sparen

Energiekosten sind finanzielle Belastungen, die mit einem anspruchsvollen Energiemanagement reduziert werden können. Neben effizienter technischer Ausstattung müssen individuelle Nutzergewohnheiten optimiert werden.

Kleine Schritte werden bereits realisiert, so kann eine Weiterbildung bzw. ein Fahrtraining der Fahrzeugführer bis zu 22 Prozent Sprit sparen. Diese Lehrgänge sind kosten- und zeitaufwendig, können sich jedoch in der Endabrechnung auszahlen.

Logistikparks – Anspruch an Effizienz und Ökologie wächst

Logistikparks nehmen ausgedehnte Areale ein, wobei große Flächen oftmals ineffizient genutzt werden. Insbesondere Groß- und Hafenstädte benötigen breite Flächen als Verlade- oder Lagerräume.

Hoher Flächenverbrauch durch Logistik

Hoher Flächenverbrauch im Sektor Logistik

Lärmbelästigung durch starken Verkehr, Luftverschmutzung und Feinstaub durch Kraftfahrzeuge oder Bodenversiegelung infolge der großflächigen Bebauung sind sowohl gesellschaftliche als auch ökologische Probleme, denen sich Planer heute stellen müssen.

Bodenversiegelung

In dicht besiedelten Gebieten der Industrieländer stellt die Bodenversiegelung ein ökologisches Grundproblem dar. Oberirdische Versiegelungen wie Gewerbeparks, Straßen oder Industrieareale und unterirdische Versiegelungen wie Tunnelbauten oder Kanalsysteme können den natürlichen Wasserkreislauf stören, da nicht mehr ausreichend Oberflächen- und Regenwasser in den Boden gelangt.

Flächenverbrauch

Baubedingte Bodenversiegelung geht mit einem Flächen- und Landschaftsverbrauch einher. Futterplätze der Lebewesen werden reduziert, die “Parzellierung” kann zu genetischer Verarmung bei Tieren führen. Notwendig ist daher der sparsame und effiziente Umgang mit der Fläche – bereits in der Raum- und Stadtplanung sowie bei der Planung eines Logistik- oder Industrieparkes.

Effiziente Verladetechnik und Verwaltung im Transportsektor

Vor dem Hintergrund steigender Energiekosten wird das Thema Energieeffizienz im gesamten Logistikprozess bedeutender. Für Technik und Gebäude werden bereits Beratungen angeboten, um die Effizienz zu steigern und Kosten einzusparen.

Automatisierte Lagersteuerung

Mit effizienter Technik Energie sparen

Mit effizienter Technik Energie sparen

Moderne Automatisierungstechnik oder intelligente und effiziente Lagersteuerung sowie optimierte energiesparende Beleuchtung sind nur einige Beispiele, die sichtbar Energiekosten reduzieren und einen Beitrag zum Klimaschutz leisten können.

Einsatz Erneuerbarer Energien

Der Neubau von Logistikparks kann auf Grundlage erneuerbarer Energien-Technologie oder unter Einbeziehung erneuerbarer Energiequellen erfolgen.

Große Lagerhallen bieten eine breite Fläche für die Installation von Solarzellen, eine Windkraftanlage kann in dafür geeigneten Gebieten aufgestellt werden. Der  Strom dient als alternative Energiequelle oder wird gegen eine Vergütung in das Stromnetz eingespeist.

Grüne Logistik-Projekte

Das “GoGreen”-Programm der deutschen Post oder “Planet me” von TNT sind nur zwei Beispiele für einen bislang imagegesteuerten umwelt- und klimabewussteren Trend in der Logistik. Die Produktkennzeichnung mit grünen Labels sollen eine klimaschonende Produktion und effektiven Transport zertifizieren. Was zunächst noch Imagekampagnen darstellen, könnte dem Unternehmen zukünftig Kosten einsparen.

Imagefaktor Energieeffizienz

Imagefaktor Energieeffizienz

Energiemonitoring

Logistikunternehmen sind dazu angehalten, ein Energiemonitoring in das Management zu integrieren, um Kosten zu reduzieren und Kundenanfragen beantworten zu können.

Ob und in wie fern ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet wird, sollte jedoch ein unabhängiges Monitoring bezeugen.

Transparenz fordern

Wichtig ist zunächst, dass der Verbraucher auf Grundlage ausführlicher Produktinformationen selbst entscheiden kann, welches Produkt er bezieht. Daher ist die Transparenz des Ressourcenverbrauchs im Produktionsprozess und der Zulieferwege ein erster Schritt in Richtung Grüne Logistik.

Kurz & knapp

Nahezu jedes Produkt wird von A nach B und weiter transportiert, dabei werden CO2-Emissionen freigesetzt, diese sollten auf ein Minimum reduziert werden.

Energiekosten können im gesamten Logistikprozess eingespart werden. Grüne Logistik schließt darüber hinaus Aspekte der effizienten Raumplanung oder die Gestaltung eines energiesparenden Arbeitsplatzes und arbeitnehmerfreundliche Arbeitsbedingungen ein.

Weiterführende Links 

Berechnung von CO2-Emissionen in der Transportlogistik

Die Welt – Hamburg will Europas ersten grünen Logistik-Park bauen

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