Mit den sommerlichen Temperaturen steigt auch der Wasserkonsum, und zwar nicht nur wegen der Bewässerung von Pflanzen und der Körperpflege, sondern auch, weil der Bedarf an Trinkwasser deutlich steigt. Das bedeutet für viele Verbraucher, öfter den Getränke- oder Supermarkt aufzusuchen und mehr Flaschen zu schleppen. Es gibt eine nachhaltige Alternative zum teuren Einkauf und lästigen Flaschentransport: Verzichten Sie darauf, Wasser in Flaschen zu kaufen und trinken Sie stattdessen Leitungswasser.
Lohnt sich der Umstieg auf Leitungswasser?
Ja, denn so sparen Sie viel Geld: Während dieses rund 0,2 Cent / Liter kostet, liegt das billigste Wasser im Supermarkt bei etwa 10 Cent / Liter, für „Marken-Wasser“ werden schnell bis zu 70 Cent je Liter fällig. Bei einem Wasserkonsum von 1,5 Litern täglich lassen sich somit zwischen 40 und 370 Euro pro Jahr sparen!
Auch die Umwelt freut sich, wenn Sie Wasser in Flaschen links liegen lassen: Auf diese Weise vermeiden Sie die CO2-Emissionen, die sonst beim Transport des Wassers von der Quelle zum Supermarkt anfallen. Zudem sparen Sie Emissionen und Ressourcen, die bei der Herstellung von Glas- oder Plastikflaschen anfallen bzw. für diese benötigt werden: Die Herstellung von Glas ist ein sehr energieintensiver Prozess, und Plastikflaschen basieren auf Erdöl, was ebenfalls nicht umweltfreundlich ist.
Ein weiteres Problem besteht darin, dass immer noch viele Plastikflaschen gar nicht recycelt werden: Laut Genossenschaft Deutscher Brunnen (GDB) lag der Anteil an Mehrwegflaschen 2009 lediglich bei 35 Prozent.
Plastikflaschen sind auch aus gesundheitlicher Sicht kritisch zu betrachten: So haben etwa Biologen der Universität Frankfurt nachgewiesen, dass Mineralwasser aus Plastikflaschen mit hormonell wirksamen Substanzen belastet ist.
Hintergrund: Leitungswasser in Deutschland
Leitungswasser ist das in der Bundesrepublik am strengsten kontrollierte Lebensmittel. Tests haben gezeigt, dass es zum Teil sogar noch weniger Schadstoffe enthält als in Flaschen verkauftes Wasser.
Allerdings gibt es eine Einschränkung: So kann Wasser durch alte Blei- oder Kupferrohre eine – vor allem für Säuglinge – gesundheitlich bedenkliche Menge Blei bzw. Kupfer aufweisen. Lassen Sie im Zweifelsfall eine Kontrolluntersuchung von Ihren Stadtwerken, dem zuständigen Gesundheitsamt oder der Stiftung Warentest durchführen.
Falls Ihr Wasser auffällig riecht bzw. schmeckt oder regelmäßig trüb aus dem Wasserhahn kommt, können Sie es ebenfalls dort prüfen lassen.
Leitungswasser: Was muss ich beachten?
In den allermeisten Fällen können Sie Ihr Leitungswasser problemlos genießen – auch sogenanntes hartes, kalkhaltiges Wasser ist kein Zeichen von mangelnder Qualität. Im Gegenteil: Es enthält einen besonders hohen Anteil an Mineralstoffen wie Magnesium und Calcium. Wem „weiches“ Wasser, etwa für Kaffee und Tee, lieber ist, kann sein Leitungswasser mit Hilfe eines Wasserfilters enthärten.
Trinkwasser, das mehr als vier Stunden in der Leitung gestanden hat, sollte nicht zur Zubereitung von Speisen und Getränken sowie zur Ernährung von Säuglingen genutzt werden. Dieses sogenannte Stagnationswasser entsorgen Sie einfach, indem Sie das Wasser kurz laufen lassen. Frisches Wasser erkennen Sie daran, dass es kühler ist als das zuerst abfließende stagnierende Wasser. Dieses lässt sich übrigens problemlos zur Bewässerung von Pflanzen verwenden.
Zwei Tipps zum Schluss
Kaufen Sie sich eine Trinkflasche, wenn Sie öfter unterwegs sind bzw. regelmäßig Sport treiben. Diese ist umweltfreundlich und auf lange Sicht auch kostengünstiger als eine Plastikflasche, da sie jahrelang verwendet werden kann.
Sie trinken lieber kohlensäurehaltiges Wasser als stilles? Kein Problem: Mit einem Wassersprudler lässt sich dieses einfach und kostengünstig zubereiten.

Kurioser Wasserspartipp 









