Das Konzept des „ecological footprint“ wurde Anfang der 90er Jahre von den beiden Forschern Mathis Wackernagel und William Rees entwickelt. Der ökologische Fußabdruck zeigt, wie viel biologisch aktive Fläche ein Mensch oder ein Land beansprucht. Gemessen wird er in „Global Hektar“ (gha), wobei ein gha 10.000 Quadratmetern entspricht.
Der ökologische Fußabdruck kann sowohl für eine einzelne Person, eine bestimmte Gruppe oder ein einzelnes Produkt berechnet werden. Die Berechnung erfolgt für eine Person, indem die von ihr verwendeten Ressourcen sowie ihre Abfälle in globale Hektar umgerechnet werden. Die Summe der globalen Hektar ergibt sich aus der Menge der von der Person verbrauchten Ressourcen in Tonnen pro Jahr geteilt durch den Ertrag der jeweiligen Land- bzw. Wasserfläche (in Tonnen pro Jahr und Hektar), die zur Produktion der Ressourcen benötigt wurde oder die die Abfälle aufgenommen hat.
Für eine Gruppe von Menschen errechnet sich der ökologische Fußabdruck durch die Summe aller einzelnen ökologischen Fußabdrücke ihrer Mitglieder. Bei einer menschlichen Aktivität, etwa der Herstellung eines Produkts oder einer Dienstleistung, wird folgendermaßen gerechnet: die zur Produktion benötigten Ressourcen plus der bei der Herstellung produzierte Abfall ist gleich dem ökologischen Fußabdruck.
2006 betrug dieser für die USA rund 9, für Deutschland gut 4, für China knapp 2 und für Guinea-Bissau 1 globale/n Hektar pro Person. Je größer der ökologische Fußabdruck, desto mehr werden Umwelt und Ressourcen beansprucht.
Wichtig ist hier, den jeweiligen ökologischen Fußabdruck in Relation zur Biokapazität des jeweiligen Landes zu setzen: Diese beträgt, ebenfalls in globale Hektar pro Person 5 (USA), knapp 1 (China), etwa 2 (Deutschland), und 4 (Guinea-Bissau). Das heißt, dass von den ersten drei Ländern mehr oder weniger doppelt so viel biologisch aktive Fläche beansprucht wird wie vorhanden ist. Die Einwohner von Guinea-Bissau dagegen müssten viermal so viel biologisch aktive Fläche verbrauchen, um an den Punkt zu gelangen, an dem sie mehr beanspruchen, als ihnen zur Verfügung steht.
Zu unterscheiden ist der ökologische Fußabdruck vom Wasser-Fußabdruck und dem CO2-Fußabdruck.

Das Energiesparbuch – Monika Götze / Gudrun Pinn 









