Kurzdarstellung:
Alles begann mit einem Referat: Der damals neunjährige Felix Finkbeiner und seine Klasse bekamen im Januar 2007 von einer Lehrerin den Auftrag, im Internet zum Thema „Klimawandel“ zu recherchieren. Er versprach daraufhin, ein Referat über die Klimakrise zu halten und las zur Vorbereitung unter anderem Al Gores Buch „Eine unbequeme Wahrheit“. Als er erfuhr, wie groß die globalen jährlichen anthropogenen CO2-Emissionen sind und was diese zur Folge haben, war er geschockt. Sein Referat beendete er dann mit dem Aufruf, in jedem Land der Erde eine Million Bäume zu pflanzen – die Initiative “Plant for the Planet” war geboren.
Mit Bäumen gegen den Klimawandel
Warum Bäume pflanzen und dann gleich so viele? Felix hatte im Rahmen der Vorbereitung seines Referats gelesen, dass Bäume CO2 binden und in Sauerstoff verwandeln. Seine Argumentation lautet daher: Viele Bäume pflanzen, um die CO2-Emissionen zu senken. Ein weiteres Argument für Pflanzaktionen sieht die Initiative in der Eigenschaft von Bäumen, Feinstaub aus der Luft zu filtern und so die Luftqualität zu verbessern. Zudem stellen sie ein wichtiges Mittel im Kampf gegen Erosion dar.
Plant for the Planet tritt grundsätzlich für Klimagerechtigkeit ein: Denn während ein US-Bürger aufgrund seines Lebensstils durchschnittlich zwanzig Tonnen CO2 jährlich verbraucht, emittiert ein Bewohner des afrikanischen Kontinents im selben Zeitraum lediglich 0,5 Tonnen Kohlendioxid. Dabei hat Afrika stärker unter den Folgen des Klimawandels wie Dürre, Wasserknappheit und Überschwemmungen zu leiden als die westliche Welt.
Deshalb treten die jungen Klimaaktivisten dafür ein, sowohl den weltweiten CO2-Ausstoß auf zwei Tonnen pro Jahr und Kopf zu senken, als auch grundsätzlich die CO2-Emissionen auf alle Menschen gerecht zu verteilen. Ermöglichen soll dies ein globaler Emissionshandel.
Rezension:
Ein empfehlenswertes Buch mit vielen anschaulichen Illustrationen und zielgruppengerechter Aufbereitung von Hintergrundinformationen. Aber auch Erwachsene ohne Vorkenntnisse über den Klimawandel erhalten hier eine erste Übersicht sowie einen interessanten Einblick in die Welt der engagierten Klimabotschafter.
Vom Klappentext bzw. den ersten Seiten ausgehend entsteht möglicherweise beim Leser der Eindruck, Plant for the Planet versuche nur, die Symptome des menschengemachten Klimawandels zu bekämpfen und nicht die Ursachen. Mit fortschreitender Lektüre wird aber klar, dass dies zum Glück nicht der Fall ist. So findet sich beispielsweise unter der Überschrift „Was jeder tun kann“ eine Liste mit Tipps zur Reduzierung des eigenen CO2-Verbrauchs im Alltag und immer wieder die Ermunterung dazu, selbst aktiv zu werden und etwa Diskussionen über den Klimawandel im Unterricht anzuregen.
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Cool down – Felix Ekardt 









